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Geschichte der DRK-"Bereitschaft" Warstein
Eine Notiz aus dem ersten Protokoll der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz aus dem Jahre 1926 erhellt die Hintergründe, vor denen die Rotkreuzarbeit in der Stadt Warstein vor nunmehr 80 Jahren aufgenommen wurde. Start 1.Oktober 1925
Nach einigen Kursen innerhalb der Feuerwehr wurden 1925 von Dr. Segin der Vorschlag gemacht, in Warstein eine selbständige Kolonne vom Roten Kreuz zu gründen. Diese Gründung wurde am 1. Oktober 1925 vollzogen und von der Stadtverwaltung und der Polizei bestätigt. Im Dezember 1925 wurde eine Abschlussprüfung für die zwölf Männer angesetzt, die an den abgehaltenen Kursen teilgenommen und sich als Mitglied des Roten Kreuzes gemeldet hatten. Diese Prüfung, die in der Turnhalle Warstein stattfand, verlief zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Anwesend waren die Herren der Stadtverwaltung: Amtmann Struif, Amtsoberinspektor Linnenbrügger, Stadtsekretär Mönig und der Stadtvorsteher Pieper. Bis 1929 unterstand die Kolonne nach der Freiwilligen Feuerwehr. Nach Anerkennung der Selbständigkeit durch den Landesverein Berlin des Roten Kreuzes traf man sich nun einmal wöchentlich im Gasthof Volpert (Domschänke) zur Abhaltung von Übungsabenden.
Auch die Bevölkerung hatte nun die Möglichkeit Grundbegriffe und Techniken der Ersten Hilfe zu erlernen. Zusätzlich richtet man mehrere Unfallmeldestellen ein und betreute zahlreiche Veranstaltungen im Stadtgebiet.
Erforderten die schwierigen Verhältnisse der Anfangsjahre bereits ein hohes Maß an Einsatzwilligen und Arbeitsleistung, so steigerte sich dies in den Jahren des zweiten Weltkrieges noch erheblich. Immer mehr Kameraden wurden zu Soldaten, gleichzeitig nahm die Beanspruchung durch Breitenausbildung und Luftschutzausbildung immer mehr zu.
Nach dem Zusammenbruch 1945 verlor die Sanitätskolonne ihre gesamte Habe, der Opel Blitz wurde der Feuerwehr übertragen.
Am 12. Dezember 1957 wurde der DRK-Ortsverein gegründet. Amtsdirektor Hense führte aus, dass sich die Notwendigkeit ergeben habe, den Personenkreis, der bisher die Arbeit des DRK im hiesigen Bereich unterstützt habe, auf Vereinsebene zu erfassen; worin die übrigen Amtsgemeinden ausdrücklich eingeschlossen waren. 1967 schließlich gelangte das erste ortsvereinseigene Fahrzeug in den Bestand: Ein VW Behelfskrankenwagen. 1970 bekam die komplette Bereitschaft neue Uniformen. In diese Jahre fallen auch große Einsätze, die vielen Warsteiner noch im Gedächtnis sein dürften. Da war am 30. April 1959 die Explosion bei den Warsteiner Eisenwerken; gut zwei Jahre später am 06. Juni 1961, kam es zur Hochwasserkatastrophe in Warstein. Die Explosionskatastrophe bei den Belecker Siepmann Werken am 09. März 1963, bei der es viele Tote gab, bildete den traurigen Höhepunkt dieser Chronik.
Der allgemeine Aufschwung, den die Rotkreuzarbeit in den 50-er Jahren nahm, hinterließ auch im Möhnetal Spuren. Auch in Sichtigvor wurde 1972 eine kleine DRK Gruppe ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren bilden Sichtigvor und Allagen die Gruppe Möhnetal der Bereitschaft, zu der noch zwei Warsteiner Gruppen gehören. Im 50. Jahr ihres Bestehens nahm die Bereitschaft ein weiteres großes Projekt in Angriff: das DRK-Heim erwies sich als zu klein, da die Zahl der Veranstaltungen und Lehrgänge ständig wuchs. Am 16. Juli 1975 wurden die Arbeiten für einen Anbau aufgenommen, der sich wegen des felsigen Untergrundes als recht problematisch erwies. Zwei Jahre später konnte er dennoch seiner Bestimmung übergeben werden. Neben einem neuen Sanitärbereich beherbergt er einen großen Versammlungs- und Schulungsraum sowie im Untergeschoss eine dreiständige Garage für Fahrzeuge und Ausrüstung. Damit hatte das DRK-Heim sein heutiges Aussehen erhalten. Aufgrund der Baumaßnahmen verzichtete die Bereitschaft auf das Feiern ihres 50-jährigen Bestehens. Dafür wurde 1982 der 25. Geburtstag des Ortsvereins begangen. Dazu gehörte auch eine Großübung auf dem Markt. Bei dieser und vielen anderen Gelegenheiten konnte die Bereitschaft ihren hohen Ausbildungs- und Leistungsstand unter Beweis stellen. Davon zeugen auch die vielen vordersten Platzierungen bei Leistungsvergleichen, welche die Warsteiner mehrfach auf Landesebene führten.
In den 80-er und 90-er Jahren erreichten die Dienststunden, die die Bereitschaft jährlich für die Betreuung von Veranstaltungen und Festen, Lehrgängen für die Bevölkerung, eigene Veranstaltungen sowie für Pflege und Wartung von Heim, Fahrzeugen und Ausrüstung aufwandte, regelmäßig Größenordnungen von 12000 bis 15000 Stunden, die von 60 Helferinnen und Helfern erbracht wurden.
Trotz der Konzentration seiner Arbeit auf den heimatlichen Raum, hinterließen auch weltgeschichtliche Vorgänge ihre Spuren in den Annalen des 80-jährigen Geburtstagskindes. Diese wenigen Beispiele zeigen ebenso wie die alltägliche Arbeit, die Tag für Tag ehrenamtlich wahrgenommen wird, dass sich die Sanitätskolonne des Dr. Segin zu einer schlagkräftigen, gut ausgerüsteten und ausgebildeten Vereinigung entwickelt hat, deren Ziel aber damals wie heute gleich ist: Gutes zu tun im Dienst des Nächsten.
1957 bis 2007 - 50 Jahre DRK Ortsverein Warstein e.V. 1925 bis 2010 - 85 Jahre Bereitschaft Warstein
Diese Chronik wird weitergeführt. |
Nächste Ausbildungstermine
Lebensrettende SofortmaßnahmenBeginn: 09.06.2012, 10:00
Ende: 09.06.2012, 16:00
Erste Hilfe Lehrgang
Beginn: 23.06.2012, 10:00
Ende: 24.06.2012, 16:00
Lebensrettende Sofortmaßnahmen
Beginn: 30.06.2012, 10:00
Ende: 30.06.2012, 16:00
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Aktuelle Einsätze
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Einsatz LWL-Klinik Warstein 13 Dez 2011 23:18 Rettungsdienstunterstützung
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